Nicht, dass sich das irgendwie heraushören ließe: Aber bei Dina Ögon handelt es sich um ein schwedisches Quartett, dessen Mitglieder…
Nicht, dass sich das irgendwie heraushören ließe: Aber bei Dina Ögon handelt es sich um ein schwedisches Quartett, dessen Mitglieder Anna Ahnlund, Christopher Cantillo, Daniel Ögren und Love Örsan „mit vierzig Fingern in unzähligen schwedischen Rock-, Jazz-, Soul- und Pop-Projekten, Aufnahmen und Tourneen und allerlei anonymer Projekte mitgewirkt haben“ (wie es in der Bio heißt),…
„Every Acre“ mag erst die dritte Solo-LP von H.C. McEntire sein, als Künstlerin hat die 41-jährige Amerikanerin aber schon einen weiten Weg hinter sich. Im College widmete sich die in North Carolina heimische Künstlerin dem kreativen Schreiben, später spielte sie in Punk-Bands und experimentierte mit Twee-Pop, bevor sie vor rund zehn Jahren mit dem Trio…
Man möge das bitte nicht übel nehmen (schon gar weil es als Lob gedacht ist), aber auf seinem neuen Album gebärdet sich Kyle Thomas a.k.a. King Tuff – seines Zeichens selbsternannter King of Schrammelpop – als genialischer „Möchtegern David Bowie“. Und zwar mit Hilfe seiner Kollegin Sasami Ashworth, die sich auf diese Weise für die…
Same same. But different? Jein. Auch „God Bless You All“ ist ein reinrassiges The Baboon Show-Album und natürlich auch wieder sehr, sehr gut. Es ist Punkrock und Hardrock, Cecilia keift und schreit in ihrer einzigartigen Weise und ihre Band zimmert ihr ein mal wieder mächtig druckvolles, intensives, starkes Brett dazu. Und doch wiederholen sich die…
Im Herbst vergangenen Jahres releasten Vizediktator ihr tolles „Was kostet die Welt“-Album, wir feierten ihre „zehn emotionalen, nachdenklichen, intelligenten Songs mit wenig Hoffnung und ohne“, ihren Straßenpop und das große Ganze und warfen Namen wie Rio Reiser und Milliarden in den Hut. Hier laufen die Lieder „Herz aus Wachs“ und „Kopfnuss“. Eine Tour wurde gespielt,…
Dieser herrlich ausladende Vintage-Sound und eine Stimme, die immer wieder Assoziationen mit der großen Joni Mitchell weckt: Fast unbemerkt hat sich Natalie Mering mit ihrem Projekt Weyes Blood gut ein Jahrzehnt lang an den Indie-Olymp angeschlichen, bis vor drei Jahren nach der Veröffentlichung ihres phänomenalen Albums „Titanic Rising“ auch die breite Öffentlichkeit realisierte, wie brillant…
Die Pandemie hat die Londoner Grunge-Queen Jemma Freeman so verärgert, dass sie ihr zweites Album denn auch gleich „Miffed“ (=verärgert) nennt. Denn als Künstlerin, deren gesamtes soziales Umfeld aus Menschen besteht, die ihren Sinngehalt darin sehen, in Bands zu spielen oder sich welche auf der Bühne anzusehen, war sie natürlich von den Lockdown-Situationen besonders hart…
„Widowspeak überfahren den Mittelstreifen zwischen den Genrespuren unentwegt, ohne den Verkehrsfluss zu gefährden“, schrieb ein Kritiker sehr treffend über „The Jacket“, das im Frühjahr veröffentlichte letzte Album der kleinen, großen Band Molly Hamilton und Robert Earl Thomas, und tatsächlich: Ruhig und besonnen verlassen sich die beiden Amerikaner auch auf ihrer inzwischen sechsten LP wieder ganz…
„Weltschmerz“, „Pathologically Yours“, „Rorschach“ oder „Mood Into Object Personified“ sind nur einige der eigenartigen Songtitel, die sich auf dem neuen Album der norwegischen Wahl-New Yorkerin „Okay Kaya“ Wilkins finden. Es geht also recht philosophisch und psychologisch zu. Das neue Werk entstand während der Pandemie in einem bewusst verstärkten Isolationsmodus anlässlich eines Aufenthaltes in Europa, den…