Der Londoner John Fairhurst ist ein klassischer Vertreter des klassischen, britischen Blues. Das bedeutet in diesem Fall die härtere, elektrische…
Der Londoner John Fairhurst ist ein klassischer Vertreter des klassischen, britischen Blues. Das bedeutet in diesem Fall die härtere, elektrische Gangart des Genres. Auch mit typischen US-Blues-Themen hat Fairhurst nichts im Sinn: Er betrachtet den Blues als Basis für durchaus politische Protestsongs, die er mit entsprechendem Nachdruck präsentiert. Das Album entstand in Kooperation mit seinem…
Es muss ja nicht immer etwas Neues sein. Manchmal muss es einfach knallen. Hardcore, Dude. Punkrock, Wut, auf die Cap. Hier und heute und zum zweiten Mal nach einer EP vor zwei Jahren von American War Machine, einer kleinen Allstar-Band mit (Ex-)Leuten von Slapshot, Agnostic Front, Only Living Witness (!), Blood For Blood und Intent…
Gibt es eigentlich etwas, was Shana Cleveland nicht kann? Erst letztes Jahr brillierte sie als Frontfrau des kriminell unterbewerteten Surf-Rock-Quartetts La Luz mit der Glanztat „Floating Features“ und verband dabei so ungeniert ambitioniert Trash-, Surf-, Schrammel-, Psychedelic- und Girl-Group-Pop, dass es eine helle Freude war. Als Solistin dagegen widmet sich die Amerikanerin einem ganz anderen…
Platte der Woche KW 14/2019 Aly Spaltro war dereinst angetreten, die wenn möglich komplexesten, vertracktesten, sperrigsten, unberechenbarsten, charmantesten Indie-Schrammelpop-Songs zu schreiben, die es geben könnte. Aber schon auf ihrem zweiten Album „After“ relativierte sich die Sache dann schon. Damals präsentierte sich eine Künstlerin, die ihre Sturm und Drang-Phase im Griff hatte und der es damals…
Agierte Natalie Mering a.k.a. Weyes Blood auf ihrem letzten Album musikalisch noch unter dem Label „Müsli Folk“, so ist dieses Mal eine mit viel musikalischem Wagemut angereicherte, angeraute, dramatische Soundtrack-Note dazu gekommen. Sie selbst beschreibt das Ganze als Aufeinandertreffen von Bob Seger und Enya. Was damit wohl gemeint ist, dass hier geradliniges, klassisches Storytelling-Songwriting auf…
Als „Rock’n’Roll-Bilderstürmer“ werden die Priests aus Washington, DC in der aktuellen Bio bezeichnet. Nicht ganz zu unrecht, wie die zweite Scheibe dieser im Geiste des Punk/Post Punk geborenen Combo eindrucksvoll belegt. Denn zum Bilderstürmen gehört ja zunächst mal die Überzeugung, dass man das, was man da stürmt, selber auch besser machen könne. Und demzufolge trägt…
Barbara Lehnhoff ist eine kanadisch/schweizer Konzeptkünstlerin, die mit „Brutal“ nun ihr zweites Solo-Album unter dem Moniker Camilla Sparksss vorlegt. Während sie ansonsten mit ihrer Schweizer Band Peter Kernel in Sachen Post-Punk macht, gibt es auf „Brutal“ einen kurzweiligen Mix aus New Wave, E-Pop und Indie-Rock mit Kaputnik-Blues-Strukturen zu bestaunen. Freilich legt Camilla das Ganze keineswegs…
Das neue Werk des kalifornischen Sonderlings Chris Cohen entstand, während sich seine Eltern nach 53 Jahren Ehe scheiden ließen. Vielleicht ist deswegen das Material des neuen Werkes – egal ob die experimentelleren, abgefahrenen oder die zugänglicheren, konventionellen Songs – von einer gewissen hektischen Spannung durchzogen, denn auf dem Werk setzt sich auf persönliche Cohen mit…
Facs ist eine Art Indie-Supergroup aus Chicago, die aus Noah Leger und Brian Case (ehemals Dissapears) und Alianna Kalaba besteht, die mal mit Cat Power zusammengearbeitet hat. Obwohl in der aktuellen Bio zum zweiten Album der Combo Begriffe wie „abstrakt“, „Minimalismus“ oder „monochromatisch“ auftauchen, überrascht der Ansatz der Truppe, Elemente des in Chicago allgegenwärtigen Post-Rocks…