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  • Durand Jones & The Indications – American Love Call

    Das Problem bei vielen Retro-Soul-Acts ist oft das, dass das musikalische Format als Gimmick zum Selbstzweck verkommt und ein Bezug zur Gegenwart definitiv nicht zur Debatte steht. Das ist bei Durand Jones & The Indications ein bisschen anders. Zwar ist den jungen Musikanten die Ehrfurcht vor den musikalischen Leistungen der Altvorderen durchaus anzumerken – sie…

  • Desperate Journalist – Vom Suchen und Finden des Wunderbaren

    Desperate Journalist greifen nach den Sternen. Mutig und ambitioniert entfernt sich das britische Quartett auf seiner „In Search Of The Miraculous“ betitelten dritten LP weiter von seinen Ursprüngen und setzt mit spürbar üppiger und breitwandiger klingenden Stücken den mit der letztjährigen „You Get Used To It“-EP begonnenen Weg fort. Die zuvor so prägenden dunkel funkelnden…

  • Nathan Gray – Live in Wiesbaden / Iserlohn

    Man kennt das ja. „Make some noise!“ sagen sie da oben auf den Bühnen. „The best show of the tour“ und das jeden Abend oder einfach „We love you“. Konzerte und das Phrasenschwein sind beste Kumpels, aber das stört nicht, das gehört oft dazu. Ebenso oft gibt es natürlich klare Ansagen, von „Nazis raus“ bis „Platten…

  • Chiefland – Wildflowers

    „Tears run down his face, as the wind hits him and he drowns in that suffocating sound“ singen sie, nein, schreien sie in einem Song. „We’re just chemicals bound by broken souls.“ und „I feel my heartbeat with every step I take – full of excitement. I’m home. But as I reach the baggage claim,…

  • The Lemonheads – Varshons II

    Wie hatte es eigentlich dazu kommen können? Immerhin galt Evan Dando mal als unanfechtbarer Songwriter-King, der nichts falsch machen konnte. Sicher: Coverversionen gab es auch zu Beginn der Lemonheads schon (mit „Mrs. Robinson“ wurden sie schließlich berühmt) – aber weiland war das noch kein Selbstzweck. Jetzt gibt es – zehn Jahre nach „Varshons“ – ein…

  • Lewsberg – Lewsberg

    The Velvet Underground gehören zu jener Gattung einflussreicher Rock-Acts, für die sich offensichtlich in jeder Musikergeneration willfährige Emulationswillige finden. Das ist auch im Falle des nach einem obskuren niederländischen Schriftsteller benannte Rotterdamer Quartetts Lewsberg so, das sich auf diesem mitreißenden Debüt-Album das erstaunlich gut passende Schrammelpop-Stakkato-Mäntelchen überstreift, das die New Yorker dereinst als Ultra Ratio…

  • Cherry Glazerr – Stuffed & Ready

    Eigentlich machen Clementine Creevy und ihre Mitstreiter eine Musik, die momentan gar nicht mal so angesagt ist: Scharfzüngig und energisch vorgetragenen Indie-Rock nämlich. Dass das neue Werk zudem noch eine Prise druckvoller und geradliniger geraten ist, liegt unter anderem auch daran, dass die Keyboarderin Sasami Ashworth inzwischen ausgestiegen ist und als Solo-Künstlerin aktiv ist. Bei…

  • Lewsberg – „Wir wollen schlicht klingen“

    So cool gießt derzeit kaum eine zweite Band Purismus in Töne: Mit indifferenter Lässigkeit tritt das Rotterdamer Quartett Lewsberg auf seinem famosen selbstbetitelten LP-Erstling das Erbe von Bands wie The Velvet Underground, Modern Lovers und Galaxie 500 an und erhebt dabei die Tristesse der eigenen Herkunft kurzerhand zur Kunstform. Mit oft meisterlicher musikalischer Selbstbeschränkung konzentrieren…

  • Better Oblivion Community Center – Better Oblivion Community Center

    Platte der Woche KW 4/2019 Es ist nicht so, dass Phoebe Bridgers und Conor Oberst hier konzeptionell alles richtig gemacht hätten – denn die Geheimniskrämerei um das und der dämliche Name des Projekt(es) Better Oblivion Community Center sind marketingtechnisch sicherlich nicht besonders förderlich. Aber erstens hat das neue Dreamteam der Indie-Songwriter-Szene konventionelle Werbung nicht wirklich…

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