Wer sagt denn eigentlich, dass es im R’n’B-Pop unserer Tage keine Melodien geben darf und alleine gesangliche Fähigkeiten ausschlaggebend sind?…
Wer sagt denn eigentlich, dass es im R’n’B-Pop unserer Tage keine Melodien geben darf und alleine gesangliche Fähigkeiten ausschlaggebend sind? Die neuseeländische Musikerin Alayna Powley jedenfalls nicht. Denn was als erstes ins Gehör fällt bei diesem Selbstportrait eine sich entwirrenden Frau ist eben, dass es hier Melodien und einfühlsamen Gesang gibt. Obwohl sich das Projekt…
Vor wenigen Monaten erst legten Jade Vincent, Keefus Cancia und David Holmes a.k.a. Unloved ihr letztes, brillantes Album „Polychrome“ vor. Nun folgt mit „Killing Eve’r – Ode To The Lovers“ ein Special Projekt der besonderen Art: Auf dem Vinyl-Release haben Unloved nämlich all ihrer Tracks versammelt, die sie für die Soundtracks der Fernsehserie „Killing Eve“…
„Hope“ – das letzte Album des aus Marc Ribot, Shazad Ismaily und Ches Smith bestehenden avantgardistischen All-Star-Trios Ceramic Dog – war ein klassisches Pandemie-Projekt, zu dem Ribot seine Kollegen und Gäste zwar ins Studio bat – aber pandemiebedingt in einzelnen Klangkabinen musizieren ließ. Von irgendwelchen Trennwänden ist dieses Mal aber nichts zu verspüren – und…
Ein großes Problem, das die kalifornischen „Stolper Popper“ Local Natives früher oft hatten, war der Umstand, dass sie aufgrund ihrer umtriebigen musikalischen Detailverliebtheit, den komplexen Songstrukturen und den ambitioniert aufgebohrten und geschickt gestaffelten Gesangsharmonien oft vergaßen, Melodien zu suchen, derentwegen sich der ganze Aufwand überhaupt erst gelohnt hätte. Es ginge nun vielleicht zu weit zu…
Dass es nicht ganz einfach ist, hierzulande ordentliche, englischsprachige Popsongs zu produzieren, die im internationalen Vergleich bestehen können, belegen ja Jahr für Jahr all die Aspiranten, die mit ihren diesbezüglich ungenügenden Versuchen beim ESC scheitern. Wie sowas richtig geht, zeigt die Newcomerin Sarah Bugar mit ihrem Debüt-Album eindrucksvoll. Vielleicht liegt es ja daran, dass sie…
Die schweizer Band Annie Taylor scheint sich auf einer Zeitreise zu befinden. Denn beschäftigten sich Gigi Jung und ihre Jungs auf dem ersten Album „Sweet Mortality“ noch überwiegend mit 80er-Jahre Powerpop-Sounds im L.A.- und NYC-Style, so ist die Band mittlerweile doch stärker beim Grunge-Sound der 90er angelangt. Das ist aber kein Vorwurf, sondern nur die…
Only When I Lose My Head Silly Witches Open My Door Bereits 2018 war die südafrikanische Wahlberlinerin Alice Phoebe Lou zu Gast bei dem Kopfhörer-Festival At The B-Sites in Köln gewesen – und somit bestens vertraut mit dem Prinzip, den Zuhörern sozusagen direkt ins Ohr zu singen. Da es in diesem Jahr leider kein Kopfhörer-Festival…
„Das ist meine Frau auf dem Cover“, meint Grant Davidson mit Bezug auf das Foto auf der Vorderseite seines fünften Slow Leaves-Albums „Meantime“, „ich habe das Album für meine Frau gemacht, denn es ist mir schon bewusst, dass sie sehr für mich zurückstecken musste, um mir zu ermöglichen, mich als Songwriter und Musiker zu verwirklichen.“…
Platte der Woche KW 26/2023 Natürlich ist das 16. Studioalbum von Lucinda Williams nicht wegen, sondern trotz ihres Schlaganfalls vom November 2020 entstanden – es ist aber schon so, dass das unglückliche Ereignis einen großen Einfluss auf die nun vorliegende musikalische Ergänzung zu ihren gerade erschienenen Memoiren „Don’t Tell Anybody The Secrets I Told You“…
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